Die 7 Hermetischen Gesetze einfach erklärt
Bestimmt ist Dir auch schon aufgefallen, dass alles irgendwie mit allem zusammenwirkt, manches von Dir beeinflusst werden kann und anderes scheinbar einfach so über Dich kommt. Die Wahrheit ist: Nichts kommt einfach so über Dich. Alles hat seinen Grund und alles seine Ursache. Und was sich in Deinem Leben zeigt, wurde von Dir selbst erschaffen.
Welche Prinzipien stecken hinter den Erscheinungsformen?
Die Frage ist doch nur: Nach welchen Regeln? Welche Prinzipien stecken hinter all den Erscheinungsformen, die Dir im Laufe Deines Lebens begegnen?
Gerade jetzt ist die Welt in einem extremen Wandel und jeder Einzelne von uns auch. Da kann sich schon einmal die Richtung ändern und das eigene Fundament erschüttert werden. Für viele scheint kein Stein auf dem anderen zu bleiben. Doch was bleibt und immer bleiben wird, sind die spirituellen Gesetze. Sie gehen auf das Buch „Kybalion“ zurück, ein Vermächtnis von 3 Eingeweihten als Geschenk und Hilfestellung für alle Suchenden auf dem Weg zurück nach Hause.
Das Wissen darum wurde lange Zeit vor der Öffentlichkeit geheim gehalten und findet erst nach und nach wieder Eingang in das Bewusstsein der Menschen. Man nennt sie deshalb auch die 7 Hermetischen Gesetze oder die 7 Hermetischen Prinzipien.
Das Wort hermetisch = abgeriegelt geht auf den Begründer der „Hermetischen Lehre“ Hermes Trismegistos zurück, auch bekannt unter dem Namen Thot. Hier scheint die griechische Göttergestalt Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot zu verschmelzen.
Die 7 Hermetischen Gesetze sind im Grunde die Prinzipien der Wahrheit. Sie bilden den Schlüssel, mit dem auch Du Deine eigene Meisterschaft erlangen kannst.
Was sich bis hierhin ziemlich abstrakt anhört, lässt sich durchaus als praktisches Wissen im Alltag anwenden. Ich empfehle es jedem, denn so manch eine Person hat sich verlaufen und ist gefühlt in einer Sackgasse gelandet, weil sie diese Prinzipien entweder nicht verstanden oder missachtet hatte.
1. Das Prinzip der Geistigkeit.
„Das All ist Geist, das Universum ist geistig.“ (Kybalion)
Wir alle sind geistige Wesen mit einem göttlichen, schöpferischen Funken.
Körper, Geist und Seele sind die 3 großen Ebenen, in denen der Mensch als vieldimensionales Wesen existiert. Und alle 3 sind geistigen Ursprungs.
- Die Seele ist Dein wahres oder Höheres Selbst, in der Du Deine individuelle Wahrheit erkennst.
- Der Geist ist der schöpferische Aspekt von Dir, in dem Du mittels Deiner Gedanken, Gefühle und Glaubenssätze bzw. Deinem Weltbild Dein eigenes Universum kreierst.
- Dein Körper bzw. die körperliche Ebene zeigt das Ergebnis dessen, was Du Dir mit Deinem Geist erschaffen hast.
Alle drei Ebenen sind geistiger Natur mit unterschiedlicher Schwingung.
Was bedeutet das für Dein Leben?
Wir sind nach Gottes Ebenbild erschaffen und aufgerufen, uns frei zu entfalten und unsere wahre Natur als Schöpfer zu leben. Mittels unserer Gedanken und Gefühle, aber auch mit unserem Glauben erschaffen wir unser eigenes Universum. Wir erschaffen jedoch nur durch „IHN“, dem Schöpfergott bzw. durch „ES“ das All. Wir sind Gott gleich, aber niemals Gott selbst. Eher ist jeder Einzelne von uns ein individueller Ausdruck des Göttlichen.
2. Das Prinzip der Entsprechung:
Wie oben so unten, wie unten, so oben.
„Das zweite hermetische Prinzip enthält die Wahrheit, dass Harmonie, Übereinstimmung und Entsprechung zwischen den verschiedenen Erscheinungsformen von Leben und Sein bestehen.“ (Kybalion)
Das bedeutet, dass wir im Außen anziehen, was wir im Inneren sind. Gefällt es Dir nicht, so schau nach innen und schreibe um, was Dir nicht gefällt.
Was bedeutet das für Dein Leben?
Willst Du etwas in Deinem Leben verändern, so musst Du zunächst Dich selbst verändern und zu der Person werden, die genau das anzieht, was Du Dir erträumst. Das nennt man auch das Resonanzgesetz.
Das bedeutet es, wenn es bei Mahatma Gandhi heißt: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“ Um also etwas Neues in Dein Leben zu ziehen, musst Du zuerst selbst neu werden.
3. Das Prinzip der Schwingung
„Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich. Alles ist in Schwingung.“ (Kybalion)
Da alles schwingt, hat auch alles eine gewisse Eigenfrequenz (Frequenz = Anzahl der Schwingungen pro Sekunde). Unter anderem die Frequenzen sind es, die sich für uns angenehm oder unangenehm anfühlen. Jeder Gedanke, jedes Gefühl und auch unser Körper oder sogar die Erde schwingen in einer bestimmten Frequenz und ziehen gemäß dem Gesetz der Resonanz ähnlich Schwingendes in unser Leben.
Was bedeutet das für Dein Leben?
Gefällt Dir etwas an Deinem Leben nicht, so verändere Deine Schwingung: Verlasse z.B. Ärger, Scham und Widerstand. Achte darauf:
- Was empfindest Du?
- Was fühlst Du?
- Und wie möchtest Du Dich stattdessen fühlen?
Redest Du schlecht über Andere, wird es Dir früher oder später selbst schlecht ergehen. Gibst Du Gutes in die Welt, kommt Gutes zu Dir zurück.
Im Kybalion heißt es: „Derjenige, der das Prinzip der Schwingung versteht, hat das Zepter der Macht ergriffen.“
4. Das Prinzip der Polarität
„Alles ist zwiefach, alles hat zwei Pole. Alles hat seinen Part im Gegensätzlichen.“ (Kybalion)
Wir leben in einer polaren Welt, was bedeutet, dass zu allem, was ist, auch sein Gegenteil existiert. Zu jedem krankhaften Zustand gibt es auch einen gesunden, in jedem Unglück, liegt auch Dein Glück verborgen, wenn es Tag ist, folgt darauf die Nacht.
Leben ist Veränderung und Veränderung entsteht aus der Spannung zwischen zwei Polen. Deshalb gibt es auch keine absolute Wahrheit, sondern jede Wahrheit ist immer nur die halbe Wahrheit. Oder anders formuliert: „Alles ist das Gegenteil von dem, was es erscheint zu sein und nichts ist das Gegenteil von dem, was es erscheint zu sein.“
Was bedeutet das für Dein Leben?
Bestehe nicht auf Deiner Meinung, aber lebe nach Deiner eigenen Wahrheit.
Gefällt Dir eine Situation gerade nicht, frage Dich:
- Was ist das Gute daran?
- Was ist das Gegenteil von dem, was ich gerade sehe?
- Was fehlt dem Ganzen? Und wie kann ich es hinzufügen?
Alles beginnt mit der Entscheidung, den einen Pol zu verlassen und den anderen anzustreben, um in einer anderen Stimmung und Schwingung zu leben.
5. Das Prinzip des Rhythmus
„Alles fließt aus und ein. Alles hat seine Gezeiten. Alle Dinge steigen und fallen.“ (Kybalion)
Finde und lebe Deinen eigenen Rhythmus, aber bedenke auch die großen Zyklen. Genieße Deine Erfolge und verzweifle nicht an den Misserfolgen. Denn auf jedes Hoch folgt ein Tief und auf jedes Tief folgt wieder ein Hoch. Bedenke auch das 3. Gesetz der Schwingung und übe Dich darin, Dich in Deiner Schwingung möglichst unabhängig von den äußeren Einflüssen zu machen. Schwinge gelassen mit den Gezeiten des Lebens.
Im Kybalion heißt es: „Das Schwingen des Pendels zeigt sich in allem. Das Maß des Schwunges nach rechts ist das Maß des Schwunges nach links. Rhythmus kompensiert.“
Darin ist ersichtlich, dass das Prinzip des Rhythmus auch eng mit dem Prinzip der Polarität verbunden ist.
Was bedeutet das für Dein Leben?
Alles ist im Wandel, nichts bleibt, wie es ist. Nach dem Einatmen musst Du auch wieder ausatmen. Hast Du Dich anstrengt, musst Du auch wieder in die Entspannung kommen. Und zwar in demselben Maß, wie vorher die Anspannung war.
Kein Hoch lässt sich halten, und auch die Tiefphasen unseres Lebens werden vergehen.
Eine Schöpfung beginnt mit einer Absicht, einem Gedanken. Nährst Du diesen Gedanken und tust Du die notwendigen Handlungsschritte, erscheint die Schöpfung als Dein erreichtes Ziel in Deiner Realität. Ein Ziel, das Du erreicht hast, musst Du wieder loslassen, und die Gedanken daran vergehen und wenden sich etwas Anderem zu bzw. gehen samt ihrem Schöpfer in die wohlverdiente Ruhephase, bevor sie sich bald wieder etwas Neuem zuwenden.
6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung
„Jede Ursache hat ihre Wirkung. Jede Wirkung ihre Ursache. Alles geschieht gesetzmäßig. Zufall ist nur der Name für ein unbekanntes Gesetz.“ (Kybalion)
Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist manchmal im Detail schwer nachvollziehbar, und doch gibt es nichts, was nicht auch eine Ursache besitzt, außer das All selbst. So lautet jedenfalls das 6. Hermetische Gesetz.
Manchmal kann es notwendig sein, vergangene Ursachen ausfindig zu machen, um Korrekturen in den Lauf der Dinge zu bringen. Ein Wasserhahn z.B. wird nicht dicht, wenn wir das Leck nicht finden und auch auf Seelenebene gibt es solche Entsprechungen.
Mindestens genauso wichtig ist es, für neue „Ursachen“ im Jetzt zu sorgen, auch wenn die Vergangenheit nicht immer vollständig ergründet und geklärt werden kann.
Was bedeutet das für Dein Leben?
Bedenke die Folgen Deines Tuns und setze möglichst positive Ursachen in Deinem Leben (mit hoher Schwingung und zum Wohle aller). Dazu gehören auch Deine Gedanken, Deine Gefühle, Deine Taten und Dein Glaube. Also setze die richtigen Ursachen, indem Du die passenden Gedanken pflegst und die richtigen Handlungen ausführst.
7. Das Prinzip des Geschlechts
„Geschlecht ist in allem. Alles hat männliche und weibliche Prinzipien. Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen.“ (Kybalion)
Alles im Leben ist „Sein“ und „Werden“. Das „Sein“ entspricht dem männlichen Prinzip, das „Werden“ dem weiblichen. Das bedeutet auch, dass dem Leben ein schöpferisches Prinzip innewohnt, das bestrebt ist, beständig Neues zu erschaffen. Bist Du verbunden mit Deiner Quelle, erschaffst Du im Einklang mit dem Universum.
Was bedeutet das für Dein Leben?
Dieses schöpferische Prinzip verlangt also nach männlichen und nach weiblichen Prinzipen oder Aspekten des Lebens. Doch welche sind die?
Denken wir an die körperliche Ebene, so haben wir direkt ein Beispiel vor Augen: Der Mann gibt den Samen, die Frau nimmt ihn auf. Dem männlichen Prinzip wird deshalb der Aspekt des Gebens, dem weiblichen der Aspekt des Nehmens zugeordnet.
Auch Begriffe wie das Richtungsweisende, der Wille, die Aktivität wird dem männlichen Prinzip zugeordnet.
Doch was wäre das männliche Prinzip ohne das weibliche, würde auf die Aktivität nicht auch die Ruhe und die Entspannung folgen, das Gebende nicht auch den Gegenpart des Nehmenden finden, wenn ein Same nicht auch ein Werden, ein passives Wachstum, den ausführenden Aspekt in sich tragen würde.
Sein und Werden bedeutet:
Schwanger sein beruht zwar auf dem männliche Prinzip, doch ein Kind in sich wachsen zu lassen, gebührt eindeutig dem weiblichen Prinzip.
Es braucht also das Gebende, das richtungsweisende genauso wie das nehmende, dass ausführende Prinzip.
Beides ist in jedem Menschen angelegt, in jedem Vorhaben muss beides wirksam werden, damit ein Projekt erfolgreich werden kann.
Auf der geistigern Ebene ist es die Idee, die in eine Form gebracht werden will.
Auf der seelischen Ebene ist es ein Herzenswunsch, der von Dir verwirklicht werden will.
Und manchmal greifen alle Ebene ineinander. Ist Dein herzenswunsch zum Beispiel Tango tanzen zu lernen, so gilt es, diesen Seelenimpuls zunächst wahrzunehmen, zu empfangen, dann aktiv zu werden und eine Tanzschule zu suchen. Mit der Zeit wirst Du lernen, dass auch jeder Tanz ein schöpferischer Akt ist. Der Mann empfängt einen Impuls aufgrund der Musik, gibt dann die Richtung vor durch einen Körperimpuls, die Frau nimmt ihn auf und kreiert daraus ihre Schritte, die der mann dann wieder aufnimmt und seinerseits einen neues Impuls daraus kreiert.
Selbst in Situationen, in denen die Rollen scheinbar klar verteilt sind, findet sich in jeder Sequenz auf beiden Seiten das Schöpferische Prinzip wieder: Das Geben und das Nehmen, das Sein und das Werden.
Welche Schöpfung will durch Dich in die die Welt kommen?
- Bist Du bereit und in der Lage, den Impulsen Deiner Seele zu lauschen? Bereit, zu empfangen, was sie für Dich bereithält?
- Bist Du bereit und in der Lage auszuführen, was notwendig dafür ist?
- Bist Du bereit und in der Lage, klare Entscheidungen zu treffen, die Richtung anzugeben?
- Bist Du bereit, auch mal Hilfe anzunehmen oder andere zu hören? Anzunehmen, was sie beizutragen haben?
In allem ist das männliche und das weibliche Prinzip verborgen. Das Sein und das Werden. Selbst in der Entwicklung Deiner Persönlichkeit ist das so.
Und auch hier ist wieder der Bezug und das Verwoben sein mit allen anderen Prinzipien zu erspüren. Spürst Du es auch
Waren meine Ausführungen hilfreich für Dich? Hast Du Fragen dazu?
Oder möchtest Du mehr darüber erfahren?
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Vergiss nicht: Alle Gesetze hängen zusammen und voneinander ab. Sie sind die Spielregeln des Lebens. Sie zu erlernen, ist eher ein Akt der Erfahrung und des Bewusstwerdens als eine intellektuelle Leistung.
Drum lerne den Fluss des Lebens zu spüren, zu genießen und Dich darin zu entfalten.
Vielleicht interessierst Du Dich auch für eine andere, noch viel praktischere Art der Anwendung der kosmischen Gesetze. Dann empfehle ich Dir meine Blogserie „Führen und Führen lassen – Worauf es im Leben wirklich ankommt.“ In dieser Serie beschreibe ich, was ich aus der Körperarbeit mit Aikido, der friedlichen Kampfkunst, für mein Leben gelernt habe.
Hier kommst zum ersten Artikel:
Führen und Führen lassen – Worauf es im Leben wirklich ankommt – Teil 1

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